Noch älter als das große Hilfswerk „Brot für die Welt“ ist das Tübinger Spendenkonto für „Hungernde in aller Welt“.

Kleine, überschaubare Projekte, die dem siebenköpfigen Vergabeausschuss oft aus eigener Anschauung bekannt sind, profitieren in vollem Umfang und ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten von den eingehenden Spenden. Die von evangelischen und evangelisch-methodistischen Christen getragene Initiative konnte bereits im Jahr 2007 ihr 50-jähriges Bestehen feiern.


Die Initiative zur Einrichtung eines Spendenkontos für „Hungernde in aller Welt“ war 1957 vom damaligen Pfarrer der evangelischen Eberhardsgemeinde in Tübingen, Eberhard Krause-Sparmann, ausgegangen. Heute kümmert sich ein siebenköpfiger Vergabeausschuss um die Verteilung der Spendengelder. Einige der Verantwortlichen haben vorher selbst in Missions- und Entwicklungshilfeprojekten mitgearbeitet und kennen deshalb die unterstützten Projekte aus erster Hand: Die Vorsitzende Helga Schweitzer war zwölf Jahre in Indien, Susanne Nikischin war sechs Jahre in Kamerun und Pfarrer Albrecht Ebertshäuser war in Nigeria. Pfarrer Manfred Wagner ist als Prälaturpfarrer im Dienst für Mission und Ökumene ein Kenner der orthodoxen Kirchen in Osteuropa.

Die Kontoführung liegt in den Händen der Schwestern Ilse und Renate Keller. Derzeit stellen rund 70 Spender jährlich insgesamt zwischen 15.000 und 30.000 Euro für die Projekte zur Verfügung.

Spendenkonto Hungernde in aller Welt:
Nr. 2008
KSK Tübingen
BLZ 641 500 20