Konto „Hungernde in aller Welt“ IBAN: DE85641500200000002008 BIC: SOLADES1TUB

Wir bitten herzlich um Spenden!

Juni 2018/ Ost-Kongo – Ein junger Arzt operiert Frauen mit Scheidenfisteln

Frauen mit Scheidenfisteln leben am Rand der Gesellschaft. Die schweren Entzündungen verursachen Schmerzen, unkontrollierbare Urinausscheidungen und unangenehme Gerüche. Die Frauen werden gemieden, trauen sich nicht mehr in die Öffentlichkeit und verarmen zusehends. Das Deutsche Institut für Ärztliche Mission e.V. (Difäm) hat in der Demokratischen Republik Kongo die Weiterbildung des Gynäkologen Dr. Claude finanziert. Er hat gelernt, Frauen mit Fistelleiden zu operieren. Einmal im Jahr kommen jetzt Dutzende betroffene Frauen in seine Klinik im Osten des Landes. Schon mit 80 Euro ist eine Operation möglich, dazu kommen die Kosten für Transport und Nachsorge. Manche Frauen müssen mehrmals operiert werden. Das Difäm unterstützt die Operationen finanziell. Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, kehren die Frauen in ihre Dörfer zurück und können sich wieder ins alltägliche Leben integrieren. (Reusch/ Difäm)

Juli 2018/ Libanon – Johann Ludwig Schneller Schulen(EMS)

Als Christen glauben wir daran, dass Zukunft gestaltbar ist, dass ein friedliches Miteinander der Menschen über Religionsgrenzen hinweg möglich ist. Doch die Welt erscheint unsicherer, unkalkulierbarer geworden zu sein. Kurzfristige Interessen bestimmen das Tagesgeschehen; schon längst kann man von den „Nahostkonflikten“ nur noch im Plural sprechen. Wie gut, dass es inmitten dieser Wirren die Schneller-Schulen im Libanon und in Jordanien gibt. Benachteiligte Kinder und Jugendliche finden dort ein liebevolles Heim und eine gute Ausbildung. Hier lernen und leben Christen und Muslime miteinander und voneinander. Hier passiert ganzheitliche Erziehung im umfassendsten Sinne. Und wo ist das notwendiger als im Nahen Osten – der Region, bei der wir zuallererst an Krisen und Kriege, an Generationen von entwurzelten und traumatisierten Menschen denken? (Jung/ EMS)

August 2018/West-KAMERUN - Mit Kunsthandwerk zu einem gesicherten Einkommen

Im Projekt von mission 21/Basler Mission unterstützen Trainerinnen und Designer die Auszubildenden bei Prespot in Bamessing, der Töpferwerkstatt der Presbyterianischen Kirche. Bevorzugt erhalten junge Menschen einen Ausbildungsplatz, die körperlich oder sozial benachteiligt sind. Die 18-jährige Melvin ist eine von ihnen. Ohne Eltern aufgewachsen und ohne Schulabschluss hatte sie wenig Perspektive. Aber im Ausbildungsprojekt von Prespot ist aus dem ehemals schüchternen und in sich gekehrten Mädchen eine starke junge Frau geworden, die sich auch selbst an die Töpferscheibe herantraute. Dies war lange Zeit ausschließlich Männern vorbehalten. Frauen seien zu schwach dafür, hieß es. Doch davon ließ sich Melvin nicht abhalten. Inzwischen ist sie für andere Mädchen zum Vorbild geworden. Dank der wirkungsvollen Arbeit von Prespot. Das württembergische Gemeindeblatt hat ihr sogar eine Titelgeschichte gewidmet.Unterstützen Sie mit Ihrer Spende den fairen Handel in Kamerun und schenken Sie arbeitslosen Jugendlichen die Chance auf eine Zukunft(Stahl/ BMDZ)

vlnr: Ilse Keller, Helga Schweitzer, Albrecht Ebertshäuser, Renate Landsgesell, Renate Keller, Senta Zürn. Auf dem Foto fehlen Susanne Nikischin und Gabi Hettler.

Noch älter als das große Hilfswerk „Brot für die Welt“ ist das Tübinger Spendenkonto für „Hungernde in aller Welt“.
 
Kleine, überschaubare Projekte, die dem sechsköpfigen Vergabeausschuss oft aus eigener Anschauung bekannt sind, profitieren in vollem Umfang und ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten von den eingehenden Spenden. Die von evangelischen Christen getragene Initiative feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen.

Die Initiative zur Einrichtung eines Spendenkontos für „Hungernde in aller Welt“ war 1957 vom damaligen Pfarrer der evangelischen Eberhardsgemeinde in Tübingen, Eberhard Krause-Sparmann, ausgegangen. Heute kümmert sich ein sechsköpfiger Vergabeausschuss um die Verteilung der Spenden. Einige der Verantwortlichen haben vorher selbst in Missions- und Entwicklungshilfeprojekten mitgearbeitet und kennen deshalb die unterstützten Projekte aus erster Hand: Die Vorsitzende Helga Schweitzer war zwölf Jahre in Indien, Susanne Nikischin sechs Jahre in Kamerun, Gabi Hettler acht Jahre in Äthiopien und Pfarrer Albrecht Ebertshäuser sieben Jahre in Nigeria. Pfarrerin Senta Zürn  ist als Prälaturpfarrerin im Dienst für Mission und Ökumene eine Kennerin der Osteuropäischen Kirchen.
Die Kontoführung liegt in den Händen von Renate Landsgesell. Derzeit stellen rund 70 Spender jährlich insgesamt ca. 15.000 Euro für die Projekte zur Verfügung.

Spendenkonto Hungernde in aller Welt:
Nr. 2008
KSK Tübingen
BLZ 641 500 20

Aktuelle Informationen zu einzelnen Projekt finden Sie in der jeweiligen Ausgabe von  "Kirche in der Stadt" (letzte Seite).