Konto „Hungernde in aller Welt“ IBAN: DE85641500200000002008 BIC: SOLADES1TUB

Wir bitten herzlich um Spenden!

August 2018/West-KAMERUN - Mit Kunsthandwerk zu einem gesicherten Einkommen

Im Projekt von mission 21/Basler Mission unterstützen Trainerinnen und Designer die Auszubildenden bei Prespot in Bamessing, der Töpferwerkstatt der Presbyterianischen Kirche. Bevorzugt erhalten junge Menschen einen Ausbildungsplatz, die körperlich oder sozial benachteiligt sind. Die 18-jährige Melvin ist eine von ihnen. Ohne Eltern aufgewachsen und ohne Schulabschluss hatte sie wenig Perspektive. Aber im Ausbildungsprojekt von Prespot ist aus dem ehemals schüchternen und in sich gekehrten Mädchen eine starke junge Frau geworden, die sich auch selbst an die Töpferscheibe herantraute. Dies war lange Zeit ausschließlich Männern vorbehalten. Frauen seien zu schwach dafür, hieß es. Doch davon ließ sich Melvin nicht abhalten. Inzwischen ist sie für andere Mädchen zum Vorbild geworden. Dank der wirkungsvollen Arbeit von Prespot. Das württembergische Gemeindeblatt hat ihr sogar eine Titelgeschichte gewidmet.Unterstützen Sie mit Ihrer Spende den fairen Handel in Kamerun und schenken Sie arbeitslosen Jugendlichen die Chance auf eine Zukunft(Stahl/ BMDZ)

September: Burkina Faso – Rakieta Poyga, Gründerin Association Bangr Nooma

Rakieta Poyga während eines Besuchs in Tübingen am 25. November 2017 Foto von Alexander Gonschior

Rakieta Poyga ist eine tatkräftige Frau. In Burkina Faso leistet sie Aufklärungsarbeit gegen die traditionell praktizierte weibliche Genitalverstümmelung und gründete vor 20 Jahren die Association Bangr Nooma. Seitdem sind weit über 33.000 Mädchen nachweislich vor der traumatisierenden Verletzung bewahrt worden. Doch es gibt weiterhin viel zu tun. „Beschneidung ist in Burkina Faso – trotz gesetzlichem Verbot- leider immer noch üblich. Zahlen von UNICEF belegen, dass 2013 immer noch 76 % der Mädchen und Frauen Opfer dieser traditionellen Praxis waren.“ Als vierjähriges Mädchen wurde sie selbst beschnitten und setzt sich seit der Geburt ihrer Tochter dafür ein, dass Mädchen und Frauen unversehrt aufwachsen können.

Oktober: Syrien – Hilfe für syrische Kinder von Binnenflüchtlingen

Foto: EMS Stuttgart

Ein großer Teil der syrischen Bevölkerung ist seit Jahren auf der Flucht. Doch nicht alle Flüchtlinge leben jenseits Syriens. In Syrien selbst, an der nördlichen Grenze des Libanon gelegen, liegt das ‘Tal der Christen‘. In dieser relativ sicheren Region haben vor allem christliche Familien Zuflucht gefunden. Im Januar 2014 wurde dort mit Unterstützung der Evangelischen Mission in Solidarität und des Evangelischen Vereins der Schneller Schulen eine Vorschule mit Kindergarten und Krippe eingerichtet.  Etwa 75 Flüchtlingskinder finden hier einen Ort der Geborgenheit, des Lernens und eine hoffnungsvollere Zukunftsperspektive.  Seit 2014 konnten rund 120 Binnenflüchtlingskinder psychisch und sozial stabilisiert werden.  Kinder und ihre Mütter haben hier Stabilität und Halt gefunden - Kinder und Mütter, von denen wir wohl nur ahnen können, welche Erfahrungen sie durchgemacht haben.

November: Palästina – Talitha Kumi – Ein Ort der Hoffnung

Foto: Berliner Missionswerk

 Seit 160 Jahren hat Talitha Kumi als Ort christlicher Identität in Palästina eine große Bedeutung. Ursprünglich als Mädchenschule gegründet, entwickelte es sich zum heutigen Bildungszentrum und umfasst Grund- und Oberstufe, Mädcheninternat, Kindergarten, Hotelfachschule, Begegnungsräume und Gästehaus. Die Erziehung zum toleranten, friedlichen Miteinander ist neben der Vermittlung einer guten Bildung das Hauptziel. Christen und Muslime lernen hier gemeinsam, sich angesichts des Nahostkonflikts nicht von Hass oder Angst überwältigen zu lassen. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Friedens- und Bildungsarbeit Talitha Kumis. So können Kinder und Jugendliche ihren Weg ins Leben gewaltfrei und hoffnungsfroh gehen.

 

 

vlnr: Ilse Keller, Helga Schweitzer, Albrecht Ebertshäuser, Renate Landsgesell, Renate Keller, Senta Zürn. Auf dem Foto fehlen Susanne Nikischin und Gabi Hettler.

Noch älter als das große Hilfswerk „Brot für die Welt“ ist das Tübinger Spendenkonto für „Hungernde in aller Welt“.
 
Kleine, überschaubare Projekte, die dem sechsköpfigen Vergabeausschuss oft aus eigener Anschauung bekannt sind, profitieren in vollem Umfang und ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten von den eingehenden Spenden. Die von evangelischen Christen getragene Initiative feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen.

Die Initiative zur Einrichtung eines Spendenkontos für „Hungernde in aller Welt“ war 1957 vom damaligen Pfarrer der evangelischen Eberhardsgemeinde in Tübingen, Eberhard Krause-Sparmann, ausgegangen. Heute kümmert sich ein sechsköpfiger Vergabeausschuss um die Verteilung der Spenden. Einige der Verantwortlichen haben vorher selbst in Missions- und Entwicklungshilfeprojekten mitgearbeitet und kennen deshalb die unterstützten Projekte aus erster Hand: Die Vorsitzende Helga Schweitzer war zwölf Jahre in Indien, Susanne Nikischin sechs Jahre in Kamerun, Gabi Hettler acht Jahre in Äthiopien und Pfarrer Albrecht Ebertshäuser sieben Jahre in Nigeria. Pfarrerin Senta Zürn  ist als Prälaturpfarrerin im Dienst für Mission und Ökumene eine Kennerin der Osteuropäischen Kirchen.
Die Kontoführung liegt in den Händen von Renate Landsgesell. Derzeit stellen rund 70 Spender jährlich insgesamt ca. 15.000 Euro für die Projekte zur Verfügung.

Spendenkonto Hungernde in aller Welt:
Nr. 2008
KSK Tübingen
BLZ 641 500 20

Aktuelle Informationen zu einzelnen Projekt finden Sie in der jeweiligen Ausgabe von  "Kirche in der Stadt" (letzte Seite).