Konto „Hungernde in aller Welt“ IBAN: DE85641500200000002008 BIC: SOLADES1TUB

Wir bitten herzlich um Spenden!

Gynäkologe Dr. Claude l’Dringi mit Frauen, die er operiert hat (Difäm)

September 2019/ Burkina Faso - Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam verhindernDafür steht die Organisation Bangr Nooma in Burkina Faso. 76% der Frauen sind dort beschnitten, obwohl die Praktik seit 1996 gesetzlich verboten ist. Um Mädchen und Frauen noch mehr zu ihrem Recht zu verhelfen, wurde nun die individuelle Beratungsarbeit verstärkt. Hier ein Beispiel...ein fünfzehnjähriges Mädchen ist hilfesuchend zu Bangr Nooma gekommen: sie hat ein Gespräch zwischen ihrer Mutter und dem Stiefvater mitbekommen und mit Entsetzen erfahren, dass sie planen, ihre zwei jüngeren Schwestern beschneiden zu lassen. Sie selbst kennt die leidvolle Prozedur... was kann sie tun, um ihre Schwestern zu schützen? Im Gespräch werden Möglichkeiten aufgezeigt. Meist braucht es viel Aufklärung, um Betroffene zu ermutigen, dass sie bei der burkinischen Telefon-Hotline einen konkreten Fall von drohender Genitalverstümmelung anonym melden. Aber nur so lässt sich die Praktik wirksam bekämpfen. Unterstützen Sie Bangr Nooma im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung. (Terre des Femmes/ Berlin)

Oktober 2019/ Libanon - Essen und Bildung für syrische Flüchtlingskinder
Obwohl der Krieg in Syrien so gut wie beendet erscheint, ist das Flüchtlings¬elend noch lange nicht vorbei – sowohl in den Nachbarländern als auch für ca. 5 Mio Binnenflüchtlinge in Syrien selbst. D. h., die meisten syrischen Flüchtlinge im Libanon, die Hälfte Kinder, werden noch lange bleiben, aber inzwischen reicht das Einkommen in ca. 90 % der Haushalte nicht mehr, um genug zum Essen zu kaufen. Zudem kann nur ungefähr jedes zweite Kind zur Schule gehen. Eine kleine private Organisation ermöglicht 2.600 dieser Kinder eine Schulbildung bis zur 6. Klasse, die mit einem offiziellen Zertifikat endet. Was dann kommt, ist ungewiss, aber diese Bildung kann den Kindern niemand mehr nehmen! Wenn finanziell möglich, verteilt die Organisation zudem Lebensmittelpakete an die Familien und hilft bei medizinischen Notfällen. (Dr. Chris Lange, Berlin)
 

November 2019/Palästina – Perspektiven schaffen – Berufsausbildung in Palästina
Am Stadtrand Jerichos liegt das YMCA-Berufsausbildungszentrum (VTC). Hier werden Mechatroniker, Schreiner, Elektroniker und Finanzbuchhalterinnen angeleitet. Inzwischen gibt es auch Ausbildungsgänge für Kältetechnik und Web-Design. Die Arbeitslosigkeit im Westjordanland ist wegen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen extrem hoch. Viele junge Menschen fühlen sich nutzlos und sitzen frustriert zu Hause. Für einige Familien ist eine reguläre Ausbildung zu teuer. Aber beim YMCA scheitert eine Ausbildung nicht an den Finanzen der Eltern.
Der YMCA setzt sich für mehr Bildungsgerechtigkeit innerhalb der palästinensischen Gesellschaft ein. Ein Schwerpunkt liegt deshalb auf Ausbildungskursen, damit junge Menschen eine Zukunft und ein eigenes Auskommen haben. Es ist ganz erstaunlich, wie sich die jungen Leute dabei verändern. Musa ist 17 Jahre alt und kommt aus einer beduinischen Großfamilie, er hat acht Geschwister. Seine Mutter ist schwer krank, sein Vater verließ die Familie. Musa hofft, dass er nach seiner Ausbildung seine Mutter und seine Geschwister unterstützen kann. Eure Spende hilft, dass junge Menschen mit düsterer Zukunftsperspektive im YMCA eine echte Chance kriegen. Wer beim YMCA in Jericho seine Ausbildung macht, findet anschließend fast immer eine Arbeit. (Andrea Mohn, EJW Weltdienst)

 

 

vlnr: Ilse Keller, Helga Schweitzer, Albrecht Ebertshäuser, Renate Landsgesell, Renate Keller, Senta Zürn. Auf dem Foto fehlen Susanne Nikischin und Gabi Hettler.

Noch älter als das große Hilfswerk „Brot für die Welt“ ist das Tübinger Spendenkonto für „Hungernde in aller Welt“.
 
Kleine, überschaubare Projekte, die dem sechsköpfigen Vergabeausschuss oft aus eigener Anschauung bekannt sind, profitieren in vollem Umfang und ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten von den eingehenden Spenden. Die von evangelischen Christen getragene Initiative feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen.

Die Initiative zur Einrichtung eines Spendenkontos für „Hungernde in aller Welt“ war 1957 vom damaligen Pfarrer der evangelischen Eberhardsgemeinde in Tübingen, Eberhard Krause-Sparmann, ausgegangen. Heute kümmert sich ein sechsköpfiger Vergabeausschuss um die Verteilung der Spenden. Einige der Verantwortlichen haben vorher selbst in Missions- und Entwicklungshilfeprojekten mitgearbeitet und kennen deshalb die unterstützten Projekte aus erster Hand: Die Vorsitzende Helga Schweitzer war zwölf Jahre in Indien, Susanne Nikischin sechs Jahre in Kamerun, Gabi Hettler acht Jahre in Äthiopien und Pfarrer Albrecht Ebertshäuser sieben Jahre in Nigeria. Pfarrerin Senta Zürn  ist als Prälaturpfarrerin im Dienst für Mission und Ökumene eine Kennerin der Osteuropäischen Kirchen.
Die Kontoführung liegt in den Händen von Renate Landsgesell. Derzeit stellen rund 70 Spender jährlich insgesamt ca. 15.000 Euro für die Projekte zur Verfügung.

Spendenkonto Hungernde in aller Welt:
Nr. 2008
KSK Tübingen
BLZ 641 500 20

Aktuelle Informationen zu einzelnen Projekt finden Sie in der jeweiligen Ausgabe von  "Kirche in der Stadt" (letzte Seite).