Konto „Hungernde in aller Welt“ IBAN: DE85641500200000002008 BIC: SOLADES1TUB

Wir bitten herzlich um Spenden!

Gynäkologe Dr. Claude l’Dringi mit Frauen, die er operiert hat (Difäm)

Juli 2019/ Libanon – Johann Ludwig Schneller Schulen(JLSS))
Die Johann Ludwig Schneller-Schule in der libanesischen Bekaa-Hochebene richtet sich mit Kindergarten, Tagesschule, Internat und Lehrwerkstätten an christliche und muslimische Kinder vom Rande der Gesellschaft – teilweise (Halb-)Waisen, aus zerbrochenen Familien oder mit der Erfahrung häuslicher Gewalt. Mit 255 Schülerinnen und Schülern, davon 101 im Internat, hat sie kürzlich ihre volle Kapazität erreicht. Daneben gibt es Sonderprogramme für syrische Flüchtlingskinder (seit September 2012) und alleinerziehende syrische Flüchtlingsmütter (seit 2014) sowie neuerdings spezielle Berufsbildungskurse für Schulabbrecher und Ferien-Förderprogramme für lernschwache Kinder. Mit dem Ausbau der Schülervertretung sowie der kontinuierlichen Einbeziehung der Elternvertretung in die meisten Entscheidungsabläufe baut die Einrichtung weiterhin an einer demokratischen Kultur, die im Libanon so dringend notwendig ist. All ist nichts weniger als eine aktive Extremismus-Prävention in einer hoch volatilen Region. (Dr. Gräbe/ EMS)

 

August 2019/Kamerun - Nothilfeprogramm Seit 2016 eskaliert die Auseinandersetzung zwischen der kamerunischen Zentralregierung und der anglophonen Bevölkerung im Westen des Landes. Der Konflikt zwingt Menschen zur Flucht, ganze Regionen sind entvölkert. Nach offiziellen Angaben der Vereinten Nationen leben annähernd 500‘000 Flüchtlinge ohne Schutz und Obdach in den Wäldern und im Grasland der Südwest- und der Nordwestregion Kameruns; mindestens weitere 40.000 Menschen sind ins benachbarte Nigeria geflohen, mehr als 2.000 Menschen sind ums Leben gekommen. Die kamerunischen Kirchen haben großes Potential zur Eindämmung des Konflikts und zur Unterstützung der notleidenden Menschen, da sie in der Bevölkerung verankert und akzeptiert sind. Das Nothilfe- und Wiederaufbauprojekt der Basler Mission Deutscher Zweig (BMDZ) und Basler Mission 21 nutzt dieses Potential im Rahmen ihres umfassenden, nachhaltigen humanitären Not- und Wiederaufbauprogramms. (Stahl/ BMDZ)September 2019/ Burkina Faso - Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam verhindernDafür steht die Organisation Bangr Nooma in Burkina Faso. 76% der Frauen sind dort beschnitten, obwohl die Praktik seit 1996 gesetzlich verboten ist. Um Mädchen und Frauen noch mehr zu ihrem Recht zu verhelfen, wurde nun die individuelle Beratungsarbeit verstärkt. Hier ein Beispiel...ein fünfzehnjähriges Mädchen ist hilfesuchend zu Bangr Nooma gekommen: sie hat ein Gespräch zwischen ihrer Mutter und dem Stiefvater mitbekommen und mit Entsetzen erfahren, dass sie planen, ihre zwei jüngeren Schwestern beschneiden zu lassen. Sie selbst kennt die leidvolle Prozedur... was kann sie tun, um ihre Schwestern zu schützen? Im Gespräch werden Möglichkeiten aufgezeigt. Meist braucht es viel Aufklärung, um Betroffene zu ermutigen, dass sie bei der burkinischen Telefon-Hotline einen konkreten Fall von drohender Genitalverstümmelung anonym melden. Aber nur so lässt sich die Praktik wirksam bekämpfen. Unterstützen Sie Bangr Nooma im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung. (Terre des Femmes/ Berlin)

vlnr: Ilse Keller, Helga Schweitzer, Albrecht Ebertshäuser, Renate Landsgesell, Renate Keller, Senta Zürn. Auf dem Foto fehlen Susanne Nikischin und Gabi Hettler.

Noch älter als das große Hilfswerk „Brot für die Welt“ ist das Tübinger Spendenkonto für „Hungernde in aller Welt“.
 
Kleine, überschaubare Projekte, die dem sechsköpfigen Vergabeausschuss oft aus eigener Anschauung bekannt sind, profitieren in vollem Umfang und ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten von den eingehenden Spenden. Die von evangelischen Christen getragene Initiative feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen.

Die Initiative zur Einrichtung eines Spendenkontos für „Hungernde in aller Welt“ war 1957 vom damaligen Pfarrer der evangelischen Eberhardsgemeinde in Tübingen, Eberhard Krause-Sparmann, ausgegangen. Heute kümmert sich ein sechsköpfiger Vergabeausschuss um die Verteilung der Spenden. Einige der Verantwortlichen haben vorher selbst in Missions- und Entwicklungshilfeprojekten mitgearbeitet und kennen deshalb die unterstützten Projekte aus erster Hand: Die Vorsitzende Helga Schweitzer war zwölf Jahre in Indien, Susanne Nikischin sechs Jahre in Kamerun, Gabi Hettler acht Jahre in Äthiopien und Pfarrer Albrecht Ebertshäuser sieben Jahre in Nigeria. Pfarrerin Senta Zürn  ist als Prälaturpfarrerin im Dienst für Mission und Ökumene eine Kennerin der Osteuropäischen Kirchen.
Die Kontoführung liegt in den Händen von Renate Landsgesell. Derzeit stellen rund 70 Spender jährlich insgesamt ca. 15.000 Euro für die Projekte zur Verfügung.

Spendenkonto Hungernde in aller Welt:
Nr. 2008
KSK Tübingen
BLZ 641 500 20

Aktuelle Informationen zu einzelnen Projekt finden Sie in der jeweiligen Ausgabe von  "Kirche in der Stadt" (letzte Seite).