Nachbetreuung (Hebammenprojekt Süd-Sudan) - Fotonachweis: © Silvano Yokwe/M 21-BMDZ

Die Notleidenden werden mit dem Nötigsten versorgt (Kamerun) - Bildrechte Mission 21-BMDZ

Operierte Frauen und Dr. Claude - Difäm, Tübingen

Februar 2021:  Indien-Madras-Chennai
„Die Situation, in der wir leben, ist nicht voraussagbar, denn das Corona Virus jagt uns“, schreibt Pfarrer Jesudoss. In den dicht bevölkerten Millionenstädten Indiens, zu denen auch Chennai/Madras gehört, ist es äußerst schwierig, Regeln durchzusetzen, mit allen Folgen vor allem für die, die ohne das Virus schon auf Hilfe angewiesen waren. So erreichen Jesudoss und seine Mitarbeiter immer mehr Bitten um Unterstützung, aber auch weil seine Arbeit mehr und mehr bekannt wird. Ob es einfach um eine Portion Reis gegen den dauernden Hunger geht oder um einen finanziellen Beitrag für arme Studenten, die sonst ihr Studium abbrechen müssten, Jesudoss und seine Mitarbeiter sind unermüdlich unterwegs. Dank der Hilfe, die wir aus Tübingen schicken können, ist einiges möglich. „God works miraculously“- Gott wirkt Wunder, steht im Brief aus Indien. Dabei mitzuhelfen ist unsere Anstrengung wert. (Eberhardt Renz)

März 2021: Hebammenprojekt Südsudan
Seit letztem Frühjahr ist überall auf der Welt die Sorge vor Ansteckung mit dem gefährlichen Corona-Virus groß, auch bei den Partnern im Südsudan. Für das Hebammen-Projekt ist Corona einerseits ein Fluch, weil die Ausbildung nicht in der geplanten Form durchgeführt werden konnte. Andererseits sind die Hebammenschülerinnen und die vielen bereits ausgebildeten Hebammen für die Menschen im Südsudan ein Segen, denn sie beherrschen die Grundregeln der Hygiene und den Umgang mit gefährdeten Personen und Risikogruppen. Dieses Projekt gibt Hebammen und weiteren geschulten Fachkräften wichtige Materialien für Schutz- und Überlebenshilfe wie etwa Seife, Desinfektionsmittel und sauberem Wasser an die Hand. Sie geben dieses Material und ihr Wissen zum korrekten Umgang mit der aktuellen Situation und Präventionsverhalten gegen die Verbreitung des Corona-Virus hundertfach weiter. Durch die gezielte Verbreitung dieses Wissens werden nachweislich Viele vor einer Ansteckung bewahrt. Die Partner berichten dankbar, dass das vermehrte und korrekte Waschen der Hände, das Einhalten des „Social Distancings” und die gegenseitige, auch psychosoziale Unterstützung eine große und bewahrende Wirkung auf Kommunen hatte, wo unsere Partnerkirche PCOSS präsent ist. Die Teilnehmer wiederum geben ihrer Familie, ihren Verwandten, ihren Nachbar*innen die lebenswichtigen Informationen zum Umgang und Eindämmung des Corona-Virus weiter. Außerdem werden von Bürgerkrieg und Terror psychisch geschädigte Menschen in Trauma-Workshops betreut und geeignete Personen zu Multiplikator*innen in Trauma-Arbeit ausgebildet. Das Projekt erfuhr bereits eine schöne Auszeichnung durch die SEZ (Stiftung Entwicklung und Zusammenarbeit Baden-Württemberg) und soll nun weiter geführt. Der Bedarf ist groß. Hier ist jede Spende gut angelegt. (Johannes Stahl, BMDZ)

April 2021: Kamerun – Nachhaltige Nothilfe im Bürgerkrieg
Brendaline verkauft gekochtes Schweinefleisch. Sie kauft gemästete Schweine, bezahlt jemanden für das Schlachten, bereitet das Fleisch zu und bietet es in den von Straßenkunden gewünschten Portionen zum Verkauf. Brendaline musste aus Bafut im Nordwesten fliehen und lebt jetzt in der Hauptstadt des Nordwestens in Bamenda. Sie hat vier Kinder, die sie ohne Unterstützung durchbringen muss, sie hat seit der erzwungenen Flucht nichts von ihrem Ehemann gehört. Sie ist die Einzige in ihrer Familie, die etwas verdient. Sie hat notdürftig einen kleinen Kiosk gebaut auf einem Platz, der ihr vom Bezirksrat zugewiesen wurde. Sie hat nur einen Raum im Jugendzentrum, muss keine Miete bezahlen für das Zimmer, aber es wird erwartet, dass sie die Umgebung des ganzen Zentrums sauber hält. Sie verdient umgerechnet 5 Euro pro Tag, was nicht schlecht ist, aber nicht genug für die ganze Familie. Brendaline plant, weiter gebratenes Fleisch zu verkaufen und kleines Geflügel aufzuziehen. Sie wird Hühner mästen und verkaufen. Die Gewinnrücklage wird verwendet, um sich und ihre Kinder zu ernähren und in die Schule zu schicken. Sie hofft immer noch auf Nachrichten von ihrem Ehemann. Unser Nothilfe-Projekt, das Brendaline und ihre Kinder unterstützt, richtet sich an vom Bürgerkrieg in ihrer Existenz gefährdete Menschen, derzeit 50 IDP (internally displaced people = Bürgerkriegs Binnenflüchtlinge) 120 Waisen, 70 Menschen mit HIV und 150 Witwen. Es arbeiten vor Ort 21 Freiwillige im Projekt. (Johannes Stahl, BMDZ)

Mai 2021: Ost-Kongo – Mit einer Operation in eine gesunde Zukunft

In der DR Kongo leiden viele Frauen an Scheidenfisteln. Oft trauen sie sich deshalb nicht mehr aus dem Haus. Sie leben am Rand der Gesellschaft und verarmen zusehends. Schweren Entzündungen verursachen große Schmerzen, Betroffene können die Urinausscheidung nicht mehr kontrollieren. Ursachen gibt es viele: nicht medizinisch begleitete Geburten, frühe Schwangerschaften aber auch Vergewaltigungen. Difäm Weltweit unterstützt betroffene Frauen. Im Krankenhaus von Rwankole operiert der kongolesische Arzt Dr. Claude Idring‘i jedes Jahr zahlreiche Frauen mit Fistelleiden. Mit 80 Euro ist eine Operation möglich, dazu kommen Transport und Nachsorge. Jede Unterstützung hilft einer Frau! (Isabel Reusch, Difäm)

 
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