Die aktuellen Projekte

Juni 2020/ Tschad - Projekt zur Verbesserung der Müttergesundheit Im Tschad fördert das Difäm die bessere Gesundheitsversorgung für schwangere Frauen. Das Land hat eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten weltweit. Frauen sollen die Schwangerenvorsorge besuchen und in einer Gesundheitseinrichtung entbinden. Beides ist für sie kostenlos. Erste Verbesserungen sind sichtbar: Die Schwangerenvorsorge inklusive HIV-Test wird mehr genutzt und immer mehr Frauen werden von einer Hebamme entbunden (70 % statt 25 % noch 2010). Immer mehr Frauen nutzen die Familienplanung. Das Difäm begleitet und berät den lokalen Projektträger und freut sich über Spenden, um die Frauen kostenlos versorgen und das Personal schulen zu können. (Reusch/ Difäm)

Juli 2020/ Libanon – Johann Ludwig Schneller Schulen (JLSS)Die Johann Ludwig Schneller-Schule im Libanon nimmt Mädchen und Jungen aus armen und zerbrochenen Familien in Internat, Schule und Lehrwerkstätten auf und erzieht und bildet sie liebevoll auf der Grundlage religiöser Toleranz und Gleichberechtigung. Die Schule wirkt Rassismus und Extremismus entgegen und gibt den Kindern die Chance auf ein späteres selbstbestimmtes Leben aus eigener Kraft. Seit Beginn des Syrienkrieges nimmt die Schule auch syrische Flüchtlingskinder auf und hilft deren verwitweten alleinerziehenden Müttern mit einer Ausbildung zur Näherin. Zusätzlich zur aktuellen wirtschaftlichen Not im Land fallen durch die Coronavirus-Bedrohung die Einnahmen aus dem Gästehaus der Schule weg. Die Schüler werden nun, soweit möglich, zuhause online unterrichtet. Die Mitarbeitenden der Schule spenden zurzeit zwanzig Prozent ihrer Gehälter an Familien, die aufgrund der Wirtschaftskrise jegliches Einkommen verloren haben. (Dr. Gräbe/ EMS)

August 2020/Kamerun - Zweifachkrise macht Nothilfe doppelt notwendigDer anglophone Konflikt hat Kamerun mehr als 800.000 Binnenflüchtlinge und unzählige Tote gebracht. Jetzt sind die Menschen auch von Covid-19 betroffen. In einer Kultur, in der das soziale Miteinander und Körperlichkeit eine große Rolle spielen, ist die Umsetzung von Hygienestandards doppelt schwierig, ganz zu schweigen vom täglichen Kampf um Lebensmittel, mangelnder Infrastruktur und viel zu wenig Intensiv-Behandlungsplätzen. Unsere Partner der Presbyterianischen Kirche und Basler Mission leisten jetzt Großartiges für die Menschen und benötigen dafür Ihre Unterstützung: sie versorgen die Menschen mit dem Nötigsten und produzieren in der kircheneigenen Werkstatt 500 intelligente Waschbecken mit Fußsteuerung für Wasser und Seife. Sie haben ihre Gesundheitsmitarbeiter intensiv geschult, damit diese ihr Wissen, Waschbecken, Mundschutz und Medikamente an die Menschen in den Dörfern weitergeben können. Ihre Spende lindert Not und hilft zum Überleben. (Stahl/ BMDZ)

September 2020/ Burkina Faso - Weibliche Genitalverstümmelung und Gewalt an Mädchen und Frauen gemeinsam verhindernDafür steht die Organisation Bangr Nooma in Burkina Faso. 63% der Frauen sind dort beschnitten, obwohl die Praktik seit 1996 gesetzlich verboten ist. Zudem suchen immer mehr Mädchen und Frauen das Gewaltschutzzentrum C.A.E.C.F. auf, die Opfer von Vergewaltigungen durch islamistische Terroristen im krisengebeutelten Land geworden sind. Die Lage im  Land droht sich durch die Corona-Pandemie zusätzlich zu verschlimmern. Da sie seitens des Staates keinen hinreichenden Schutz bekommen, ist die Arbeit von Bangr Nooma eine der wenigen Unterstützungsangebote für diese Mädchen und Frauen. Unterstützen Sie Bangr Nooma im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung und gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. (TERRE DES FEMMES/ Berlin)